5 Fragen an DJ Cebel

Cebel hilft es, helfen zu dürfen.

1. Corona und Entschleunigung: wie passt das für Dich zusammen?

Gezwungenermaßen recht gut. Das Leben ist gerade wie ein Urlaub auf einer Malediven Insel nach 14 Tagen. Zwar immer noch schön und gut, trotzdem hat man das Gefühl alles gesehen zu haben und gefangen zu sein. Heimweh stellt sich ein.

2. Wie erlebst Du beruflich den Lockdown?

Ich habe das große Glück mit der Allianz einen Arbeitgeber zu haben, der von Anfang an Homeoffice verordnet hat. Ich praktiziere auch bereits Homeoffice seit Jahren. Von daher ist es für mich keine große Umstellung. Was meine musikalische Arbeit als DJ und Moderator betrifft ist es sehr einschneidend. Habe wie alle meiner DJ Kollegen von Heute auf Morgen quasi keine Buchungen mehr. Sogar Geburtstage und Hochzeiten sind natürlich davon betroffen. Auch meine “Tour de Bergstroos 2020” wird wohl nicht stattfinden, da bereits alle Straßenfeste und Kerwen bis Ende August abgesagt wurden. Ich hatte meinen letzten Auftritt somit an Fastnacht “Straßenfasching Weinheim”. Ehrlicherweise rechne ich nach der Absage des Oktoberfestes in München auch nicht mehr mit großen Buchungen für 2020. Für die Veranstalter, allen Menschen vor und hinter den Theken, Techniker und sonstige Dienstleister ist es eine Katastrophe. Ein großer Meteoriteneinschlag der die ganze Unterhaltungsbranche getroffen hat. Zu wünschen wäre es, dass wir einfach irgendwann zur Tagesordnung zurückkehren können? Das wird meines Erachtens aber nicht passieren.

3. Wie erlebst du privat den Lockdown?

Privat ist es für mich gut zu ertragen. Auch hilft es sehr helfen zu dürfen. Durch eine von meinem Verein “Biblis ist Bunt e.V.” gegründete Nachbarschaftshilfe. Von Einkaufsservice bis kostenlosem Essen decken wir vieles ab. Die Rückmeldungen sind phänomenal und durchaus positiv. Danke an dieser Stelle an alle Helferinnen und Helfer im Ehrenamt.

4. Kontaktsperre über Ostern… ganz schön hart. Wie war es für Dich?

Die Kontaktsperre empfand ich als hart, aber notwendig. Schlimm natürlich für meinen sechsjährigen Sohn, der seinen Opa nicht “sehen” durfte. Ich bin allerdings sehr erstaunt wie schnell wir Menschen uns anpassen können und uns in der Not gegenseitig respektieren und sorgen. Wie wir aufeinander achten. Aber das ist dann wiederum das Gute daran!

5. Was machst Du als Erstes, wenn die Anti-Corona-Maßnahmen wieder aufgehoben sind?

Als erstes werde ich mich, mit unseren engsten Freunden und Bekannten, zum Barbecue im Garten treffen. Wir werden uns hoffentlich gesund und ungezwungen in die Arme nehmen dürfen und einfach eine tolle, gemeinsame Zeit verbringen.

Susanne Michl

Susanne Michl

Senior-Praktikantin

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