Beim Nähen näher kommen

Weinheimer Ehrenamtliche fädeln ein weiteres Integrationsprojekt ein – Nähmaschinen und Material werden benötigt

Weinheimer Ehrenamtliche fädeln ein weiteres Integrationsprojekt ein – Nähmaschinen und Material werden benötigt

Die Nähmaschinen stehen nicht still, die Münder aber auch nicht im Ehrenamtsraum der Flüchtlingsunterkunft in der Heppenheimer Straße. „Könnte ich mal die Nadel haben?“, wird auf mindestens zwei Sprachen gefragt. „Wie heißt Nähmaschine auf Deutsch?“, fragte eine Frau mit Kopftuch; eine andere übersetzt. Rund ein Dutzend Frauen sitzen um den Tisch, reden über ihre Kultur, ihr Zuhause, ihre Kinder und ihre Situation. Man versteht sich und lernt sich kennen.

„Ein Kleid für mich“, heißt das nächste Integrationsprojekt, das Weinheimer Ehrenamtliche jetzt mit Leben füllen. Flüchtlingsfrauen können sich dabei bei Handarbeits- und Näharbeiten kreativ beschäftigen, sich von der oft angespannten Situation in ihrem Umfeld entspannen, aber natürlich auch mit hiesigen Frauen ins Gespräch kommen, Kontakte und Beziehungen knüpfen – so wie Integration eben funktioniert. Jeden Donnerstag um 19 Uhr wird in der Heppenheimer Straße genäht. Catrin Reinicz, Susanne Brendle und Lilli Leuthner stehen im Wesentlichen hinter diesen integrativen Nähabenden.

Was die Damen nun aber noch gebrauchen könnten, sind Materialspenden, damit sich auch wirklich kreative Ergebnisse sehen lassen können: Nähmaschinen werden gerne angenommen, Versäuberungsmaschinen, Stoffe, Scheren, Bügelbrett und Bügeleisen, aber auch Wolle, Bastelpapiere, Strick- und Häkelnadeln.

Die Utensilien können donnerstags zwischen 19 Uhr und 21 Uhr direkt in der Flüchtlingsunterkunft Heppenheimer Straße abgegeben werden. Kontaktaufnahme ist am besten per Mail mit Lilli Leuthner möglich: robert-lilli.leuthner@gmx.de

Susanne Michl

Susanne Michl

Senior-Praktikantin

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